Beschreibung

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Über das Buch:

Smartphone, Tablet und Tarif finden
Einkaufsratgeber für Senioren, Einsteiger und Umsteiger
Jürgen Buchert

Für wen dieses Buch nötig ist

Jährlich werden in Deutschland mehr als 20 Millionen Smartphones gekauft, 20 Millionen Entscheidungen für Gerät und/oder Tarif in einem Markt mit komplexen Informationen und geringer Transparenz. Für jeden Kauf sollte man neu denken. Vielleicht hat sich der Bedarf geändert, bestimmt haben sich die Angebote durch die technische Entwicklung und den Wettbewerb geändert. In dieser dynamischen Branche erzeugen neue Angebote erst den Bedarf.

Viele Käufer (ein Teil der 20 Millionen) haben sich schon entschieden. Z.B. weil sie sich “schon immer” so entschieden haben. Sie freuen sich, wenn sie sich nicht mehr drum kümmern müssen. Oder die Entscheidung wird den Käufern abgenommen, weil ihre “Gruppe” Vorgaben macht. Oder Early Adopter (“Früheinsteiger”) brauchen immer das Neueste, unabhängig von der tatsächlichen Nutzung.

Viele Käufer (der Rest der 20 Millionen) braucht Orientierungshilfe. Nach welchen Kriterien entscheiden „Späteinsteiger“ bei der Anschaffung von Gerät und Tarif? Senioren haben einen anderen Bedarf und oft auch einen anderen Bezug zur Technik. Dieser Einkaufsratgeber soll zu sachlichen Entscheidungen beitragen.

Das Buch wendet sich zwar im Untertitel an Senioren, Einsteiger und Umsteiger. Aber die Überlegungen gelten natürlich auch für alle übrigen Kauf-Interessenten. Es geht um die gleichen Smartphones und Tarife, auch wenn die Anwendungen sich wohl unterscheiden. Nicht jeder, der schon ein Smartphone hatte, ist auch ein “Experte”, der alle Verkaufs-Argumente und Preise einordnen kann.

Der Bedarf ist wichtig, aber schwer zu beschreiben

Der Autor leitet Seminare, zu denen die Teinehmer ihre eigenen Smartphones oder Tablets zum Lernen mitbringen. Er hat also direkten Einblick in Vorkenntnisse und Bedarf der Nutzer und kann sie mit der erworbenen Ausstattung vergleichen. Sehr oft orientiert sich der Bedarf der Teilnehmer am herkömmlichen Handy, weil das Smartphone dessen Nachfolger werden soll. Aber die Geräte und Tarife rangieren am oberen Ende der Leistungs- und Kostenskala. Zum Teil sind die Abweichungen zwischen Bedarf und Ausstattung „abenteuerlich“. Ein typisches Beispiel: Als Handy-Nachfolger hätte ein Smartphone für 100 Euro und ein Tarif von 5 Euro pro Monat genügt – verkauft wurde ein “Flaggschiff”-Gerät für 1000 Euro mit einem monatlichen Tarif von 50 Euro.

Den Einsteigern ist kein Vorwurf zu machen, sie wissen einfach zu wenig von diesem komplexen Thema. Sie können ihren Bedarf nicht formulieren, sie haben keine Auswahlkriterien. Also sind sie von den Verkäufern abhängig, oder von “Experten” aus dem eigenen Familien- oder Bekanntenkreis. Wenn dann die “Berater” ihre eigenen Maßstäbe anlegen, muss das nicht im Sinne der Einsteiger sein.

Hat ein Einsteiger überhaupt eine Chance, das Wissen für eine sinnvolle Auswahl zu erwerben? Kann er die Empfehlungen beurteilen? Realistische Antwort: In den meisten Fällen NEIN.

Also muss er den Spieß umdrehen. Nur der Nutzer selbst kann, wenn überhaupt, den eigenen Bedarf einschätzen. Den muss er zum Maßstab machen, ob ein Angebot passt. Dann braucht er sich nicht mit dem unübersichtlich großen Angebot zu beschäftigen. Also braucht er Hilfe, um seinen Bedarf so zu formulieren, dass der Anbieter ihn versteht.

Die “Brücke” zwischen Kunde und Verkäufer

Das Buch schafft den Spagat zwischen dem “umgangssprachlichen” Bedarf des Einsteigers und den technischen Anforderungen an das Angebot des Verkäufers. Es geht davon aus, dass der Einsteiger keine technischen Vorkenntnisse hat, aber etwa einschätzen kann, wofür er das Gerät haben will. Der Bedarf wird zu 13 Fragen verdichtet, die der Einsteiger nur mit JA oder NEIN beantwortet. Zu jeder “umgangssprachlichen” Frage gibt es eine Erklärung der möglichen Antworten und ihrer Auswirkungen. An jede der 13 Antworten ist ein rechnisches Merkmal gebunden, das der Verkäufer erfüllen kann und soll. Die JA/NEIN-Antwort wird jetzt leicht für den Einsteiger. Er bekommt damit ein konkretes Anforderungsprofil, eine Checkliste. Das Anforderungsprofil wirkt wie ein “Übersetzer” zwischen Kunde und Verkäufer.

Das Anforderungsprofil schafft eine Verhandlung auf Augenhöhe. Der Kunde beschreibt damit den eigenen Bedarf, der nicht zur Diskussion steht. Der Verkäufer ist der Experte für sein Sortiment. Der Kunde muss nicht “feilschen”, was ihm víelleicht unangenehm ist. Er muss sich nicht auf thematisches “Glatteis” begeben. Er kann anhand des Anforderungsprofils die Angebote prüfen.

Vielleicht sind derart informierte Kunden für manche Verkäufer “weniger bequem”. Dann kann es für diese Verkäufer hilfreich sein, diese ungewohnte Denkweise der Kunden ebenfalls kennenzulernen. Eine Win-Win-Situation für beide ist denkbar und wünschenswert.

Die Darstellung im Buch

Der Autor schreibt als Berater in der Ich-Form und spricht die Leser in der Sie-Form an, wie im persönlichen Gespräch. Er schreibt kurze Sätze und bringt anschauliche Beispiele und Vergleiche. Viele Abbildungen (schwarz/weiß im gedruckten Buch, farbig im eBook) geben zusätzliche Erklärungen. Die Fakten werden sachlich ohne Bewertung dargestellt. An vielen Stellen gibt es auch Empfehlungen, die als solche erkennbar sind und die begründet werden.

Die sechs Kapitel des Buchs sind übersichtlich. Kapitel 1 liefert eine Art Bedienungsanleitung für das Buch und das Anforderungsprofil. Im Kapitel 2 kann jeder Leser für sich klären, ob er überhaupt ein Smartphone braucht. Das Kapitel 3 geht auf die meist unterschätzten Mobilfunknetze ein gibt praktische Tipps für die Auswahl. Die Kapitel 4 und 5 befassen sich mit den Fragen zum “Geräte-Profil” und zum “Tarif-Profil”. Schließlich gibt es im Kapitel 6 Tipps zum “Handy-Shopping”, um das Erarbeitete praktisch umzusetzen.

Die Inhalte sind aktuell und so detailliert wie nötig. Z.B. wird die Einführung der 5G-Digitalisierung und der Wegfall der 3G-Infrastruktur beschrieben, einschließlich der Konsequenzen für die zukünftige Ausstattung. Manche Abschnitte (Zusatzfragen) sind überschrieben mit “Für engagierte Nutzer”. Einsteiger müssen diese Teile nicht unbedingt lesen, Fortgeschrittene finden darin noch wichtige Anregungen.